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24.11.2016 Bericht zum Bürgerinformationsabend

Biogasanlagen – Energie- und Wärmeversorgung der Zukunft? Bürger informierten sich

Grabenstätt. Beim Bürgerinformationsabend der Freien Wähler Grabenstätt stand Landwirt Johannes Wimmer Rede und Antwort zum Thema Biogasanlagen. Der dreifache Familienvater und Landwirtschaftsmeister Wimmer bewirtschaftet in Oberaschau zusammen mit seinen Eltern einen Hof mit 80 Hektar Fläche und 100 Milchkühen und will demnächst den Bau einer Biogasanlage angehen. Während früher unter seinem Vater noch rein konventionelle Landwirtschaft betrieben worden sei, werde der Hof seit ein paar Jahren unter ökologischen Gesichtspunkten geführt, so Wimmer. Zudem bilde man seit vier Jahren Lehrlinge aus. Wimmer plant eine Biogasanlage mit einer Leistung von 45 Kilowatt, womit zirka 90 Haushalte mit Wärme und Strom versorgt werden könnten. Schon vor Baubeginn seien erhebliche Kosten angefallen, betonte der Jungbauer und verwies auf Planungskosten in Höhe von 12.000 Euro. Nach der Fertigstellung der Anlage müsse dann noch ein Lärmschutzgutachten erstellt werden, was noch einmal Kosten in Höhe 6.000 Euro hervorrufen werde. „Eine Anlage mit einer Leistungskraft von 30 Kilowatt kostet zirka 300.000 Euro“, so der 33-jährige Landwirt. Beim Betrieb einer Biogasanlage müsse man unbedingt darauf achten, dass der sogenannte Fermenter, dauernd auf einer Temperatur von 29 bis 33 Grad gehalten werde. „Es ist mit zirka 10.000 kW/jährlich zu kalkulieren“, beantworte Wimmer eine Frage zum Stromverbrauch einer Biogasanlage. Eine Biogasanlage könne mit Speiseresten, Biertreber, Gülle oder Mais betrieben werden. Von Vorteil sei, dass es für deren Betrieb keine Begrenzungen bei der Einlieferung von Stoffen gebe und dass mit der entstehenden Wärme zum Beispiel auch Trocknungsanlagen betrieben werden könnten. Der Einspeisetarif sei aber in den letzten Jahren von 23,13 Cent/Kilowattstunde auf 22,85 Cent/Kilowattstunden gesunken, gab Wimmer zu bedenken. Die Tatsache, dass eine Biogasanlage ressourcensparsam und umweltschonend arbeite, mache sie zu einer guten Option im Bereich der erneuerbaren Energien. Wie FW-Kreisvorsitzender Danzer betonte, „ist es bei Biogasanlagen auch immer wichtig, einen Weg zwischen dem Bedarf und einer entsprechenden Dimensionierung zu finden, um auch eventuelle Wasserschutzzonen nicht zu gefährden“. Was die oft kritisierte Vermaisung der Landwirtschaft anbelange, dürfe man nicht vergessen, so Wimmer, dass der Silomais jährlich 450 Kilogramm Kohlendioxid sammle, was wiederum zum Klimaschutz beitrage. Einige Besucher ärgerten sich darüber, dass durch die „zunehmende Ausbringung von Gülle seitens der Landwirtschaft“, die Bewohner besonders an den Dorfrändern durch den Geruch belastet würden. Wimmer erwiderte, dass die Gülle ein „hervorragender organischer Dünger“ sei und es auch einen Düngeplan gebe, der genau vorschreibe, zu welchen Zeiten und in welcher Konzentration die Gülle ausgebracht werden dürfe. Es sei bedauerlich, dass die Landwirtschaft bei der Bevölkerung in den letzten Jahren durch die Geruchsbelastung offenbar an Akzeptanz verloren und Sympathien eingebüßt habe. Zukünftig soll die Landwirtschaft Gülle über einen Zeitraum von neun Monaten lagern, wobei die Qualität der Gülle auch von der Lagerungsform abhängig sei, so Wimmer. Gülle habe auf jeden Fall eine bessere Nährstoffbilanz als vergleichbare Feststoffe in mineralischer Form (Kunstdünger). mmü